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Bienenprodukte

Wein aus Honig: Met (Download: Word )

Im Grunde ist die Metherstellung ganz einfach, denn bei der Weinherstellung, das heißt also bei der Vergärung von zuckerhaltigen Früchten oder Honig, machen wir uns ein Naturprinzip zunutze, das da heißt, alles läuft im Kreis.
Die Natur baut zunächst einmal in den Pflanzen den Zucker auf, als Energiespeicher par excellence. Den nutzen nun u. a. Tiere als Energiespender. Bei den Bienen wissen wir, daß sie zuckerhaltigen Honig zunächst einmal für sich selbst als direkte Nahrung während der Arbeit verspeisen, sie füttern aber auch ihren Nachwuchs damit und verschließen ihn in ihren Waben als Vorrat für den Winter.
Aber auch Mikroorganismen, insbesondere die Hefen, verwenden den Zucker zur Vermeh-rung ihrer Zellen, dabei wird ein Teil der im Zucker enthaltenen Energie abgebaut. Zunächst wird Kohlendioxid frei und es entsteht Alkohol.
Die Germanen wußten zwar noch nicht, wie das im einzelnen funktioniert, das ist der Mikro-biologie der Neuzeit vorbehalten geblieben, aber sie kannten durchaus die berauschenden Wirkungen des Alkohols. Übrigens, der Honig eignet sich auch deshalb sehr gut zur Alkoholherstellung, weil die Enzy-me der Biene dafür sorgen, daß aus Vielfachzuckern des Nektars, z.B. aus der Saccharose, unserem Haushaltszucker, durch Abspaltung sogenannte Einfachzucker entstehen, hier sind es Traubenzucker und Fruchtzucker. Diese Einfachzucker vergären viel schneller.

Honigwein á la Hobbbythek

Zur Herstellung benötigen Sie zunächst einmal eine Gärflasche. Diese gibt es in Glas und aus Kunststoff. Wir empfehlen 10 Liter Glasballons.
Ganz wichtig ist ein Gäraufsatz mit einem passenden Gummistopfen, denn beim Gärprozeß entsteht ja Kohlendioxid und das muß irgendwo raus. Gleichzeitig muß aber verhindert wer-den, daß die Außenluft nach innen dringt, inklusive schädlicher Mikroorganismen, die den Gärprozeß stören können. Übel wären beispielsweise Essigbakterien, die von winzig kleinen Fruchtfliegen transportiert werden, dann setzt sich der entstandene Alkohol direkt in Essig um und das wäre doch zu schade.
Der Essig ist übrigens die weitere Abbaustufe des Zuckers, aber durch den Gäraufsatz läßt sich dieser Prozeß gut verhindern. Der Gäraufsatz funktioniert im Prinzip wie ein Siphon von Ihrem Spül- oder Waschbecken, dadurch daß immer etwas Flüssigkeit drin steht, wirkt er wie ein Ventil. Das Schmutzwasser kann ungehindert abfließen, aber die üblen Gerüche aus der Wasserleitung können nicht heraus.
Gäraufsätze für die Weinherstellung gibt es einerseits in Glasausführung, andererseits aber auch in Kunststoff, diese sind dann erheblich preiswerter. Dann brauchen Sie noch einen größeren Topf und übliche Haushaltsgegenstände und natürlich die Hefe, aber das können Sie jetzt dem Rezept entnehmen. Sie benötigen folgende Zutaten.

5 * Gläser Bienenhonig oder 2,5 kg

4 l Wasser

1 l Apfelsaft

20-30 g Äpfelsäure

1 geriebenen Apfel oder 5g Weizenmehl

2 TL Reinlecithin P oder eine entsprechende Menge Hefenährsalz

Reinzuchthefe

Infos:

Der Met, hergestellt nach unseren Rezepturen, orientiert sich nicht an den gesetzlichen Be-stimmungen zur gewerblichen Produktion von Honigwein.

Reinlecithin P: Das Lecithin sorgt wie das Hefenährsalz dafür, daß die Hefe sich besser ent-wickelt.

Reinzuchthefe: Wir empfehlen solche, die zur Herstellung schwerer Weine, z.B. Madeira, Burgunder, Sherry oder auch Portwein, geeignet sind. Wir kamen sehr gut mit Burgunder klar, aber das ist auch eine Geschmackssache, denn die Art der Hefe nimmt auch Einfluß auf das Aroma bzw. Bouquet.

Trübstoffe: Der geriebene Apfel oder wahlweise das Mehl sorgen dafür, daß sich die Hefe im Substrat besser verteilt und erleichtern das Aufsteigen des während der Gärung entstehenden Kohlendioxids.

Äpfelsäure: Anstelle von Äpfelsäure können Sie auch Milchsäure verwenden.

Tip: Der Honig muß nicht unbedingt qualitativ der beste sein, ein preiswerter reicht aus.

Fehlgärungen: Um Fehlgärungen zu vermeiden, müssen Sie auf absolute Hygiene achten. Spülen Sie alle Gerätschaften vor dem Gebrauch mit kochendem Wasser. Außerdem sollten Sie gerade als Meteinsteiger regelmäßig den Geschmack ihres Weines te-sten. So merken Sie frühzeitig, wenn er sich nicht wie gewünscht entwickelt.

Herstellung

Zunächst erwärmen Sie den Honig in einem Wasserbad auf einer Elektroplatte oder auf dem Gasherd auf niedrigster Hitze, lassen Sie sich da ruhig etwas Zeit und rühren Sie, damit der Honig überall gleichmäßig erwärmt wird, um. Bitte nicht höher als 40°C. Wir empfehlen Ih-nen dies mit dem Thermometer zu kontrollieren, denn eine höhere Temperatur könnte dem Aroma des Honigs schaden.
Dann geben Sie den Honig unter ständigem Rühren in die ebenfalls auf 40°C erwärmte Was-ser-Apfelsaft-Mischung hinein. Jetzt nehmen Sie eine halbe Tasse von dieser Mischung ab und lösen darin das Lecithin auf.
Zusammen mit der Äpfelsäure geben Sie das nun wieder in die Honiglösung zurück. Zualler-letzt, wenn alles auf etwa 20°C abgekühlt ist, fügen Sie die Hefe hinzu. Die Abkühlung ist wichtig, denn die empfindlichen Hefepilze können bereits bei einer Temperatur über 28°C absterben.
Geben Sie jetzt noch den geriebenen Apfel hinein und füllen das Ganze in einen ca. 10 Liter fassenden Ballon. Verschließen Sie ihn mit dem Gäraufsatz und stellen Sie ihn an einen schattigen, warmen Ort. Das kann durchaus auf dem Küchenschrank sein, da können Sie ihn auch gut beobachten. Die Gärung funktioniert am besten zwischen 20 und 25°C.
Die Hauptgärung dauert etwa 7 bis 20 Tage, währenddessen bildet sich reichlich CO2. Dabei empfiehlt es sich, den Ballon anfangs täglich, dann ein- bis zweimal in der Woche zu schwen-ken, das beschleunigt die Reife.
In der etwas ruhigeren Nachgärphase, die kann bis zu zwei Monate dauern, verlangsamt sich dann die CO2 Entwicklung, weil der größte Anteil des Zuckers bereits vergoren ist.
Wenn die Gärung weitgehend zum Stillstand gekommen ist, d.h. kein Kohlendioxid mehr heraussprudelt, dann können Sie den Met von der Hefe abziehen, und das geht am besten mit einem Schlauch, in den Sie unten eine Kerbe eingeschnitten haben, damit er sich im Falle des Falles nicht am Boden festsaugt. Der Schlauch sollte so lang sein, daß er mindestens 10 cm unter den Flaschenboden reicht, z.B. auf den Küchentisch. Stellen Sie die Flasche dazu etwas erhöht ab und saugen den Met mit dem Mund von unten an, dann läuft er von selbst aus der Flasche heraus.
Achten Sie darauf, daß das Schlauchende nicht in die Hefeschicht am Boden des Gärballons reintaucht, d.h. halten Sie das Ende etwa 1 bis 2 cm über den Flaschenboden.
Sie können den Met jetzt schon trinken, er schmeckt ausgesprochen spritzig, weil er noch ein wenig perlt, man kann ihn als eine Art Federweißer ansehen.

Vorsicht: Diesen noch leicht gärenden Met dürfen Sie auf keinen Fall auf gewöhnliche Fla-schen ziehen. Durch die Nachgärung entsteht ein Druck auf den Flaschen, der diese explodie-ren läßt.
Nur spezielle Sektflaschen mit Bodenkegel halten dem Druck bei entsprechender Verkorkung stand. Lassen Sie sich am besten in einem Kellereifachbetrieb beraten.

Wollen Sie den Met länger aufbewahren, dann empfiehlt es sich, nachdem Sie ihn von der ersten Hefe abgezogen haben, ihn noch einmal nachgären zu lassen. Vergessen Sie aber dann nicht den Gäraufsatz. Nach etwa 1 bis 2 Monaten ist der Met dann reif.
Es macht nichts aus, wenn er danach zunächst noch trüb ist. Seine wunderschöne goldgelbe Farbe kommt aber erst voll zur Geltung, wenn er geklärt ist. Dafür brauchen Sie keine auf-wendigen Geräte, dies geschieht weitestgehend automatisch durch Stehenlassen. Das dauert noch mal so etwa 3 bis 4 Wochen. In dieser Zeit sinken die Schwebstoffe langsam nach unten und sammeln sich ebenfalls am Boden an. Jetzt können Sie den Met mit dem Schlauch, wie eben gezeigt, auf kleinere Flaschen füllen.
Wichtig ist auch ein ordentliches Verkorken. Hierfür können Sie entweder einen Korken mit Griffteil verwenden, die gibt es aus Kunststoff oder aus Naturkork oder auch einen Spitzkor-ken. Mit einem kräftigen Gummihammerschlag können Sie auch hiermit die Flasche perfekt verschließen. Es geht aber auch zur Not in Mineralwasserflaschen mit Schraubverschluß oder Obstflaschen mit switch-off-Deckel, die Haltbarkeit wird dadurch sogar verlängert.

Tip: Soll der Met auf normale Flaschen gefüllt werden, muß er unbedingt durchgegoren sein. Man kann dies leicht feststellen, indem man eine Flasche zur Probe füllt, diese wie vorgese-hen verkorkt, eine Schnur um den Flaschenhals bindet und die Flasche damit in die Nähe ei-ner Wärmequelle, z.B. einer Heizung , hängt. Bleibt der Korken an seinem Platz, kann der Met gefüllt werden. Treibt der Korken heraus, muß noch weiter vergoren werden.

In einem dunklen Raum gelagert, hält sich der Met mit Korken bis zu einem halben Jahr, dar-über hinaus sollte man ihn schwefeln und dazu gibt es Schwefeltabletten. Ich, Jean Pütz, ver-trage dieses Mittel nicht besonders gut, aber wenn Sie mögen, probieren Sie es aus.

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Produkte aus dem Bienenvolk (Download: Word )

Auch wenn uns ein frisches Honigbrötchen zum Frühstück noch so gut schmeckt, die Biene hat sich nicht uns zum Gefallen die Mühe gemacht, den süßen Nektar in zahllosen Flügen zu sammeln und in den Stock zu schaffen. Und das gilt natürlich für die anderen Produkte aus dem Bienenvolk - wie Pollen, Propolis und Gelee Royale genauso. Im folgenden nun einige Informationen zu den Fragen, wozu diese Produkte den Bienen selbst dienen und wieso wir Menschen sie so schätzen:

Blütenpollen

Die Blütenpollen werden in den Vorratszellen der Waben gelagert, und zwar vorwiegend im-mer eine Pollensorte pro Wabenzelle. Sie dienen den Ammen und den älteren Larven als Nah-rung. Der ausgiebige Pollengenuß ist vermutlich dafür verantwortlich, daß ab dem 6. Le-benstag die "Milchdrüsen" der Bienen aktiv werden und den Futtersaft für die Königin und die kleinen Larven - das Gelee Royale" produzieren. Blütenpollen enthalten viele Mineralstoffe, Vitamine und Eiweiß. Schon deshalb ist er auch für den Menschen sehr nahrhaft. Das Bundesinstitut für Arzneimit-tel und Medizinprodukte (BfArM) hat dem Pollen eine ganze Monographie gewidmet. Darin wird aufgeführt, daß Pollen eine appetitanregende Wirkung hat und deshalb bei Schwächezu-ständen und Appetitlosigkeit angewendet werden kann. Pollen wird i.d.R. als Kur genossen, die Tagesdosis liegt bei 30 bis 40 Gramm. Allergiker sollten mit diesem Produkt vorsichtig umgehen.

Gelee Royale

Das Gelee Royale (auch Weiselsaft genannt) ist vor allem das Futter für die Königin. Es ist der Grund dafür, daß sich aus einer einfachen befruchteten Eizelle keine Arbeitsbiene, son-dern die größere und fortpflanzungsfähige Königin entwickelt. Die Königin wird ihr ganzes Leben lang mit Gelee Royale gefüttert, die gewöhnlichen Bienenlarven werden wie gesagt nach drei Tagen auf "Diät" gesetzt. Gelee Royale ist für die Bienen eine wahre Kraftnahrung. Es enthält sehr viele Mineralstoffe, Eiweiß, Fette, Zucker, eine ganze Reihe von Vitaminen und Bienenhormonen.
Auch zum Bienenköniginnenfuttersaft hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin-produkte eine Monographie erlassen, in denen die medizinischen Wirkungen beschrieben werden. Danach soll er ebenso wie Pollen zur Stärkung, Fachleute sprechen von Roborans, bei Arteriosklerose und Anämien angewendet werden können. Das Institut weist jedoch darauf hin, daß diese postulierten Wirkungen insbesondere in Bezug auf Bekämpfung von Arterios-klerose und der Anämien nicht genügend untersucht seien. Zudem sollten Allergiker auch mit diesem Produkt der Bienen sehr vorsichtig umgehen, denn Bienenköniginnenfuttersaft scheint eine erhebliche allergische Potenz zu besitzen.
Die empfohlenen Einnahmemengen schwanken zum Teil ganz erheblich. Eine Richtschnur ist eine tägliche Dosis von 120 bis 180 Milligramm über einen Behandlungszeitraum von zwei Monaten im Jahr.


Honig als Medizin

Schon in ältesten Kulturen wurde Honig als Heilmittel verwendet.
Die Babylonier hatten bereits ärztliche Rezepturen, die Honig enthielten. Im alten Ägypten wurde Honig bereits 2000 Jahre vor Christus zur Wundheilung eingesetzt. Auch von den grie-chischen Ärzten setzten Honig für medizinische Zwecke ein. Der berühmteste Arzt der Anti-ke, Hippokrates, behandelte mit Honig eitrige Wunden und Fieber, lehrte, daß Honig das Blut verdünne und kühle.
Auch heute wird Honig in der Volksheilkunde zur Behandlung unterschiedlichster Erkran-kungen, angefangen bei Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Nervosität über Anämien, Verstop-fungen und Darminfektionen bis hin zu Bronchialleiden, Krämpfen und fiebrigen Erkrankun-gen, eingesetzt.
Mit Sicherheit ist Honig kein Allheilmittel, aber mit Sicherheit kann es bei einigen Erkran-kungen nützliche Dienste leisten. Doch leider hat die moderne Wissenschaft erst sehr wenig Anwendungen aufgearbeitet. Die meisten Berichte über Heilwirkungen von Honig sind wis-senschaftlich nicht haltbar und können von einer aufgeklärten Gesellschaft so nicht akzeptiert werden. Erschwerend kommt hinzu, daß Honig ein billiges Naturprodukt ist. Arzneimittelfir-men haben deshalb kein Interesse an der Erforschung der Wirksamkeit von Honig, denn Ho-nig ist kein standardisiertes Produkt und es ist nicht patentierbar. Verständlich ist deshalb auch, daß Honig als Heilmittel in ärmeren Ländern, die weniger Geld für teure Arzneimittel zur Verfügung haben, wesentlich stärker erforscht und auch angewandt wird. Dies gilt etwa für einige Ostblockstaaten, aber auch für Länder des Vorderen Orients oder für Länder der arabischen Halbinsel.
Dr. Cord Lüllmann vom Bremer Institut für Honigforschung und Helmut Horn von der Stutt-garter Landesanstalt für Bienenkunde haben die Literatur der letzten 40 Jahre ausgewertet.
Ergebnis: Honig ist Medizin.
Die interessantesten Anwendungen haben wir hier herausgegriffen:


Honig in der Wundheilung

Honig kann pur als Wirkstoff verwendet werden. Schon in früheren Zeiten war Honig das Mittel der Wahl bei Verwundungen und sogar bei Verbrennungen. Und interessanterweise ist man erst in den letzten Jahren wieder auf den Trichter gekommen und siehe da, die heilende Wirkung konnte wissenschaftlich bestätigt werden.
Im Brandwundzentrum im holländischen Beverwijk hat man viel damit experimentiert, und demnächst soll sogar ein Honigwundverband auf den Markt kommen.
Diese Wirkungen sind auf die Enzymgehalte im Honig zurückzuführen. In wissenschaftlichen Untersuchungen konnte auch genau festgestellt, daß Honig bakterizide und fungizide Eigen-schaften hat und welche Bakterien und Pilze die Enzyme hemmen können.
Deshalb möchten wir Ihnen noch eine Heiltinktur zum Selbermachen präsentieren, die bei Schürf- oder kleineren Schnittwunden geeignet ist.
Hierbei verwenden wir neben Honig noch den Pressaft vom Roten Sonnenhut, der Echinacea purpurea.
Generell sollten Sie zur äußerlichen Anwendung nur frischen Honig verwenden. Lange gela-gerter, kristallisierter Honig könnte bereits resistente Bakterien enthalten.

Honigtinktur bei Schürfwunden

1 TL Honig mit

20-30 Tropfen Echinacea purpurea-Pressaft, alkoholfrei, verrühren.


Mit Wattestäbchen oder Mullkompresse auftragen.

Die Verbindung dieser beiden Stoffe ist schon fast genial, denn der Honig bekämpft mit sei-nen Enzymen Bakterien und zieht gleichzeitig wegen seines hohen Zuckergehaltes die Wund-flüssigkeit aus der Verletzung und verringert damit auch die Gefahr von Infektionen. Die Wirkstoffe des Sonnenhutes hingegen, aktivieren die körpereigene Immunabwehr mit den im Blut befindlichen Freßzellen, und helfen so dem Honig, Bakterien in Schach zu halten. Zusätzlich fördert der Pressaft von Echinacea purpurea die Wundheilung, indem es die Bil-dung von neuem Bindegewebe anregt.

Honig bei Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit Vor allem zur Bekämpfung von leichten Infektionen im Mund-Rachen-Raum ist Honig gut geeignet.
Gegen Halsschmerzen können Sie z.B. mit einem Zitronen-Honig-Tee angehen. Hierbei un-terstützen wir die heilende Wirkung von Honig, indem wir den Tee mit Salbei, Kamille und Thymiankräutern aufbrühen.

Zitronen-Honig-Tee gegen Halsschmerzen

20g Salbeiblätter

10g Kamille

10g Thymian

1-2 EL Honig

Saft einer * Zitrone

Stellen Sie sich nach dem Rezept zunächst eine Kräutermischung her. Trocken und luftdicht verpackt können Sie sie über mehrere Monate aufbewahren.
Möchten Sie sich einen Tee zubereiten, so geben Sie einen gehäuften Teelöffel von der Kräu-termischung in eine Tasse und gießen mit kochendem Wasser auf. Lassen Sie dann 10 Minu-ten ziehen und sieben anschließend ab. Jetzt den Honig und den Zitronensaft einrühren.
Mit der lauwarmen Lösung mehrmals täglich gurgeln und anschließend hinunterschlucken, die Inhaltstoffe entfalten so ihre Wirkung am besten.
Auch gegen Husten können Sie mit Wirkstoffen aus der Natur vorgehen:

Hustentee

25g Eibischwurzel

10g Fenchel

10g Isländisch Moos

15g Spitzwegerichkraut

10g Süßholzwurzel

30g Thymian

2 Eßl. Honig

1-2 Tr. Anisöl

1-2 Tr. Melissenöl

Stellen Sie sich nach dem Rezept zunächst eine Kräutermischung her. Trocken und luftdicht verpackt können Sie sie über mehrere Monate aufbewahren.
Anwendung: Ein Eßlöffel Tee in eine Tasse geben und mit siedendem Wasser übergießen, bedeckt etwa 10 Minuten ziehen lassen, danach absieben.
Darin den Honig und die ätherischen Öle einrühren. Geben Sie den Honig immer erst in den lauwarmen Tee, weil, wie oben bereits beschrieben, Temperaturen über 40°Celcius die Wirkstoffe zerstören können. Die ätherischen Öle schließ-lich helfen mit, den Schleim zu lösen, um so dem Husten an den Kragen zu gehen. Von die-sem Tee sollten Sie mehrmals täglich eine Tasse trinken.

Honig bei Entzündlichen Magen- und Darmerkrankungen

Lüllmann und Horn geben an, daß "bei bakteriell bedingten Erkrankungen, ausgelöst durch Salmonellen oder Escherichia col, die Krankheitsdauer bei Honigbehandlung gegenüber kon-ventioneller Behandlung verkürzt wird."

Aber Honig eignet sich auch ganz hervorragend zur äußeren Anwendung, zum Beispiel in pflegenden Kosmetika.
Ganz begeistert sind wir von unserem Honig-Handbalsam. Den können Sie gegen trockene Hände und ganz ideal auch bei rissigen Lippen verwenden.
Hier das Rezept:

Honig-Balsam gegen trockene rissige Hände oder rissige Lippen

1 TL Bienenwachs (oder: 5 TL, ca. 20g)

1 TL Sonnenblumen- oder Olivenöl (5 TL, ca. 20g)

1 TL Honig (5 TL)

1-2 Tropfen Duftöl (10 Tropfen)

Info: Möchten Sie unser Honig-Balsam nur zur Pflege Ihrer Lippen verwenden, so reichen die im Rezept vorne angegebenen kleinen Mengen aus. Anderenfalls richten Sie sich einfach nach den in Klammern angegebenen Zutatenmengen. Damit erhalten Sie die fünffache Menge. Als Duftöl können Sie z.B. Lavendelöl oder auch echtes Rosenöl verwenden.

Herstellung: Bienenwachs und Öl im Wasserbad langsam schmelzen.

In das warme, noch nicht wieder fest gewordene Wachs Honig einrühren, dabei kräftig weiter-rühren, da der kalte Honig das Bienenwachs sofort wieder fest werden läßt. Sollte es zu festen Klumpen kommen, können Sie es auch noch einmal ins Wasserbad zurückstellen. Solange rühren, bis die Masse abkühlt und eine gleichmäßige Konsistenz annimmt. Dann das Duftöl einrühren, in ein kleines Gefäß umfüllen und ganz abkühlen lassen.
Wenn Sie den heilenden Effekt noch etwas unterstützen möchten, dann können Sie zusätzlich noch
* 10 Tropfen D-Panthenol hinzugeben.
Die kleinen Mengenangaben reichen für ein Lippenbalsam aus.
Probieren Sie das Rezept aus, wir meinen unser Honig-Balsam könnte ein echter Kußlocker werden, in jedem Fall macht das Lippenpflegen mit der süßen Creme mit Sicherheit so richtig Spaß.

Nun möchten wir Ihnen noch ein Mundwasser präsentieren. Sie kennen es schon aus früheren Sendungen, wir haben es nur um das antimikrobielle Propolis erweitert. Wir möchten Ihnen an dieser Stelle aber nicht die erfreuliche Nachricht verschweigen, daß die Deutschen, was die Karies Ihrer Zähne anbetrifft, die Talsohle durchschritten haben. Nicht aber, weil wir heute weniger Süßes essen als noch vor ein paar Jahren, sondern weil endlich die Prophylaxeprogramme greifen, die ganz einfach zu einer besseren Zahnhygiene und damit zu gesünderen Zähnen führen.
Ein toller Erfolg meinen wir, doch wir sollten uns nicht darauf ausruhen, sondern mit Zahn-bürste und Mundwasser kräftig weitermachen. Schon deshalb, weil dank ständig neuer Ge-sundheitsreformen der Zahnersatz für viele Mitbürger zunehmend zu einer untragbaren finan-ziellen Bürde wird.

Mundwasser HT

4 Meßl. oder 10ml Krauseminzeöl

2 Meßl. bzw. 5ml Pfefferminzöl (Mentha piperita)

2 Meßl. bzw. 5ml Thymianöl

2 Meßl. bzw. 5ml Teebaumöl

2 Meßl. bzw. 5ml Lavendelöl

1 Meßl. bzw. 2,5ml LV 41

1 Meßl Propolistinktur

Alle Zutaten in einer Pipettenflasche miteinander vermischen. Auf ein halbes Glas Wasser geben Sie 4-5 Tropfen und spülen mehrmals täglich.

Info: Die Propolistinktur können Sie entweder selbst herstellen oder Sie kaufen sie fertig in entsprechenden Fachgeschäften oder Läden, die traditionell die Zutaten der Hobbythek führen.

Herstellung einer Propolis-Tinktur

Propolis-Tinkturen können Sie entweder im Handel kaufen oder selbst herstellen.
Zur Selbstherstellung benötigen Sie Propolis. Im Handel können Sie entweder Rohproplis oder ein Propolis-Extrakt-Pulver kaufen.

Rezept:

30g Rohpropolis oder Propolis-Extrakt-Pulver

60g eines 96%igen medizinischen Alkohols

Gereinigtes Propolis tiefgefrieren und anschließend in einer elektrischen Kaffeemühle fein vermahlen. Das so gewonnene Pulver oder das Propolis-Extrakt-Pulver mit dem Alkohol auf-füllen. Die Mischung 14 Tage verschlossen bei Zimmertemperatur stehen lassen, pro Tag ein- bis zweimal schütteln.
Danach die Tinktur durch einen Papierfilter abfiltrieren und in eine Flasche abfüllen. Haben Sie Geduld, die Tinktur sickert im absoluten Zeitlupentempo hindurch. Der Vorgang kann mehrere Stunden in Anspruch nehmen.
Vor jedem Gebrauch der Tinktur den Inhalt der Flasche gut aufschütteln.


© 2004 Christian Hoerl